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Auswirkungen von größeren Steertmaschen bei Grundschleppnetzen auf Plattfischfänge in der Nordsee = Effects of bigger codend mesh sizes in bottom trawls used for the catch of flatfish in the North Sea
Wienbeck, H.; Panten, K. (2008). Auswirkungen von größeren Steertmaschen bei Grundschleppnetzen auf Plattfischfänge in der Nordsee = Effects of bigger codend mesh sizes in bottom trawls used for the catch of flatfish in the North Sea. Inf. Fischereiforsch. 55: 15-20
In: Informationen aus der Fischereiforschung = Information on Fishery Research. Bundesforschungsanstalt für Fischerei: Hamburg. ISSN 1861-2164; e-ISSN 1861-2164
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| Abstract |
Die derzeitige Fangaufwandsregelung für Grundschleppnetze für die Nordsee (EU 40/2008) reduziert den Fangaufwand bei Steertmaschen über 100 mm MÖ auf 86 Tage im Jahr. Ziel ist die Schonung des schwachen Kabeljaubestandes, der mit diesen Maschenöffnungen üblicherweise befischt wird. Durch die Kombination von Selektionsuntersuchungen während einer kommerziellen Fangreise und den parallelen Erhebungen für das EU-Datenerhebungsprogramm (DCR) konnten auch Aussagen über nicht-kommerzielle Fischarten gewonnen werden. Bei Verwendung von größeren Standardmaschen im Steert wurde der Discard erheblich reduziert. Beim Vergleichssteert mit 80 mm Maschenöffnung betrug der untermaßige Beifang 47 % des Gesamtfangs an Schollen, in Versuchssteerten mit 120 mm nur 7 % und nur noch 3 % mit 130 mm . Die in den Versuchssteerten verwendeten Maschengrößen lassen aber auch einen Teil maßiger Schollen entkommen. Aus den Stückzahlen der Unterproben und einer aktuellen Längen-Gewichtsbeziehung aus dem Datenerhebungsprogramm wurden die gewichtsmäßigen Fangverluste abgeschätzt: 18 % bei 120 mm und 28 % bei 130 mm Maschenöffnung. Um den Schutz juvenilen von Rund- und Plattfischen mit einer vorgegebenen Standardmaschengröße zu gewährleisten, wird empfohlen, in einer neuen Regulierung mindestens 120 mm Maschenöffnung vorzuschreiben und eine entsprechende Erhöhung des Fangaufwandes zuzulassen. |
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