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Freilebende Nematoden als Nahrung der Sandgarnele Crangon crangon. Experimentelle Untersuchungen über die Bedeutung der Meiofauna als Nahrung für das marine Makrobenthos
Gerlach, S.A.; Schrage, M. (1969). Freilebende Nematoden als Nahrung der Sandgarnele Crangon crangon. Experimentelle Untersuchungen über die Bedeutung der Meiofauna als Nahrung für das marine Makrobenthos. Oecologia 2: 362-375
In: Oecologia. Springer: Heidelberg; Berlin. ISSN 0029-8549; e-ISSN 1432-1939
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| Auteurs | | Top |
- Gerlach, S.A.
- Schrage, M.
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| Abstract |
Sandgarnelen (Crangon crangon) verschiedener Größenklassen konnten unter Laboratoriumsbedingungen mit freilebenden Nematoden als einzige Nahrung bis zu 210 Tagen am Leben erhalten werden. Für diese Experimente wurde der saprobe Nematode Panagrellus redivivus benutzt, der etwa gleichgroß ist wie marine freilebende Nematoden (0,0003-0,0015 mg Trockengewicht), und der ebensogern wie diese von den Garnelen als Nahrung angenommen wird. Die Garnelen können bis zu 5 Nematoden pro Minute aus dem Lückensystem des Sandes herausfangen, doch halten sie dieses Tempo nur etwa 1/2 Std durch und legen nach der Erbeutung von etwa 300 Nematoden (0,2 mg Trockengewicht) eine Freßpause ein. Deshalb wird sehr viel weniger Nahrung aufgenommen als bei der Erbeutung von Makrofauna-Vertretern, denn ein 1,5 mg schweres Stück des Polychaeten Lanice füllt den Magen. Die größte Nahrungsaufnahme bei Nematodenernährung war bei 20 mm langen Crangon nur 1,5 mg am Tag. Hierdurch wird verständlich, daß bei den Experimenten nur ein sehr geringer Zuwachs beobachtet wurde (1 mm in 25-74 Tagen) oder ein Wachstumsstillstand eintrat.Ohne Nahrung sterben Crangon unter den Versuchsbedingungen in 27-47 Tagen ab. Auch wenn es sicher ist, daß insbesondere größere Garnelen nicht gut mit einer ausschließlichen Nematoden-Ernährung gedeihen können, so ist doch nicht von der Hand zu weisen, daß Meiofauna-Populationen in Ermangelung besserer Nahrungsquellen Crangon auch in freier Natur vor dem Verhungern bewahren können. |
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